Internationale Jugendstudie

Hunger nach Leben

Internationale Studie mit begleitenden Jugendworkshops zum Thema Ess-Störungen
Erstmalig gibt es eine internationale Jugendstudie zum Thema „Ess-Störungen“. Träger dieser Studie sind unser Verein, die Werkstatt Lebenshunger e.V., und das Internationale Zentralinstitut für das Jugend- und Bildungsfernsehen beim Bayerischen Rundfunk (IZI).

Ess-Störungen gehören zu den häufigsten Erkrankungen im Jugendalter – und das nicht nur in Deutschland. Die Ursachen dafür sind vielfältig und stehen in engem Zusammenhang mit der Identitätsfindung. Die in Deutschland entwickelte und durchgeführte qualitative Jugendstudie „Starke Bilder“ (Lahusen/Hildebrand: Televizion, 27/2014/1, S.46ff ) ergab, dass Identitätsthemen, die eng in Verbindung zu einer Ess-Störung stehen, letztendlich wichtige Themen aller Jugendlichen sind. Eine große Mehrheit der Befragten gab an, Gefühle wie Einsamkeit, Trauer, Angst und Überforderung zu erleben. Die Frage nach den Lebenswünschen beantwortete wiederum eine große Mehrheit mit dem Wunsch nach Freiheit, Familie, Geborgenheit und Glück.
Ausgehend von dieser Untersuchung werden Dr. Maya Goetz, Leiterin des IZI, und ich nun eine internationale Jugendstudie „Starke Bilder“ auf den Weg bringen. Startland dafür ist Mexiko.

Vom 15. – 18.- Juni werden am Colegio Humboldt in Puebla, dank Unterstützung des Sekundarstufenleiters Stefan Eisenreich, studienbegleitende Workshops stattfinden, die sich mit diesen Fragen kreativ auseinandersetzen. Auf Basis der mit dem Bayerischen Gesundheitsförderungs- und Präventionspreis ausgezeichneten Ausstellungsbilder zur Vorbeugung von Ess-Störungen erhalten die Jugendlichen die Gelegenheit, sich kreativ und künstlerisch mit ihren Lebensthemen auseinanderzusetzen: Was bewegt mich? Welche Ängste und Nöte plagen mich? Welche Träume und Sehnsüchte habe ich?

Parallel zu dieser Erhebung werde ich in Puebla gemeinsam mit Jugendlichen und der deutschen Ausstellungsgrafikerin Christine Kaufmann eine landesspezifische Ausstellungstafel erarbeiten. Sie bildet dann den ersten Baustein der internationalen Ausstellung „Starke Bilder“, die noch um weitere landesspezifische Tafeln aus verschiedenen Kontinenten ergänzt werden soll.
Das Projekt und die Studie werden darüber hinaus von der regionalen Projektkoordinatorin für Mexiko, Claudia Mariscal, unterstützt. Filmisch begleitet werden die Projekttage von Rebekka Kaufmann, Studentin an der Filmakademie Baden-Württemberg.

Ab 8.6.werden wir euch von unserer Projektreise berichten.
Eure Stephanie Lahusen