Klang meines Körpers in Mexiko

Die prämierte Jugend-Ausstellung zu Gast am Colegio Humboldt

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Vom 15.-18.6.2015 präsentierte der Düsseldorfer Verein Werkstatt Lebenshunger e.V. in Kooperation mit dem IZI (Internationales Zentralinstitut für das Jugend- und Bildungsfernsehen beim Bayerischen Rundfunk), das mit dem bayerischen Präventionspreis ausgezeichnete Ausstellungsprojekt Klang meines Körpers. Das Colegio Humboldt ist die erste Pasch-Schule, an der das Projekt zur Förderung seelischer Gesundheit im Jugendalter außerhalb Deutschlands gezeigt wird.

Einblicke in die projektbegleitenden Werkstätten
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Die Schreibwerkstatt zu den „starken Bildern“ bildeten den Auftakt der Projektwoche. Zunächst gab es Zeit, um sich die in der Klasse aufgehängten Collagen in Ruhe anzusehen. Die Jugendlichen bewegten sich frei im Raum, betrachteten die Bilder und konnten sich dazu auch untereinander austauschen. Im Anschluss daran durften sie sich das Bild aussuchen, das »dich im Moment am meisten anspricht«. Den Schülerinnen und Schüler wurde ein Fragebogen ausgehändigt, den sie – bezogen auf das ausgewählte Bild – dann individuell und anonym ausfüllen sollten. Konkret ging es um Fragen wie:
• Welche Gedanken und Gefühle kommen mir beim Betrachten dieses Bildes?
• Was erzählt dieses Bild über mich?
• Wo finde ich mich wieder?
• Welche Bilder entstehen in mir?
• Was wünsche ich mir für mein weiteres Leben?

Die Jugendlichen konnten sich, wie sie uns später berichteten, leicht in die Innenwelten von Mia, Annika, Lara, Nathalie, Melissa und David einfühlen. Es gehe um Gefühle, die auch ihnen vertraut und bekannt sein.

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An die Schreibwerkstatt schloss sich am nächsten Tag die Malwerkstatt an. Hier erhielten die Jugendlichen die Möglichkeit, sich selbst in Form von eigenen Körperbildern kreativ zum Ausdruck zu bringen. Für die Gestaltung der Körperbilder wurden den Jugendlichen unterschiedliche Materialien zur Verfügung gestellt (Pinsel, Stifte, Ölkreiden, Acrylfarben etc.), um ihr Bild individuell mit ihren Themen, Gedanken, Ängsten und Wünschen auszufüllen. Es entstanden sehr persönliche Bilder mit enormer Tiefe, die uns sehr berührten. Im Anschluss wurden kurze Interviews mit den Jugendlichen zu ihrem jeweiligen Körperbild geführt.

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Am letzten Projekttag erhielten die Jugendlichen im Rahmen der offenen Werkstatt die
Möglichkeit, ihre eigenen kreativen Ideen zum Thema Identität zu entwickeln (Fotos, Videoclips, Texte und Gedichte etc.).
Die hier entstandenen kreativen Arbeiten bilden den Ausgangspunkt für eine
landesspezifische Ausstellungstafel, die gemeinsam mit der Ausstellungsgrafikerin entwickelt werden soll. Sie bildet den ersten Baustein der internationalen Ausstellung „Starke Bilder“, die noch um landesspezifische Tafeln aus verschiedenen Kontinenten erweitert werden soll. Präsentiert werden die Ergebnisse des Projektpiloten beim PRIX JEUNESSE 2016.

Projektteam vor Ort

Das Projekt am Colegio humboldt leiteten Stephanie Lahusen und Christine Kaufmann. Vor Ort wurden sie vom Sekundarstufenleiter Stefan Eisenreich und seinem Kunstteam sowie der regionalen Projektkoordinatorin für Mexiko, Claudia Mariscal, unterstützt.
Am Ende der Projektzeit überreichte Frau Lahusen der Koordinatorin die bereits ins spanisch übersetzten Ausstellungstafeln, damit das Projekt und die begleitenden Werkstätten auch in Zukunft nachhaltig am Colegio Humboldt oder in anderen interessierten Schulen umgesetzt werden können.
Filmisch begleitet wurden die Projekttage von Rebekka Kaufmann, Studentin an der Filmakademie Baden-Württemberg.
Unser Dank gilt an dieser Stelle auch der Firma Lukasfarben, die die Malutensilien für das Projekt spendeten.